Aus den Projekten der Stiftung
2010
Restaurierung Sarkophag Herzog Jakob
Herzog Jakob ist wohl der bekannteste und auch in Lettland beliebteste Fürst aus dem Hause Kettler. Er lebte von 1610 bis 1681. Man erinnert sich in Lettland namentlich seiner merkantilistischen Bemühungen, u. a. auf der Antilleninsel Tobago eine kurländische Kolonie zu begründen und im westafrikanischen Gambia eine Handelsstation zu betreiben.
Die Kurländische Ritterschaft beteiligte sich durch ihre Vereinigten Kurländischen Stiftungen an der Restaurierung des Sarkophags von Herzog Jakob durch das Schlossmuseum Ruhenthal.
Die Wiedereinweihung durch Erzbischof J.Vanags fand am 28. Oktober 2010 in Mitau statt, dem 400sten Geburtstag des Herzogs. Eine kleine Delegation unserer Ritterschaft nahm an den Feierlichkeiten statt und wurde lettischerseits sehr freundlich in die überwiegend historisch ausgerichteten Festlichkeiten eingebunden.
Trinitatiskathedrale zu Libau, drittes Orgelprojekt, „Windsysteme“
Ein guter Wind ist die Voraussetzung für den Orgelklang. Deshalb war die Funktion der Windanlage eine vordringliche Aufgabe: Zwei neue Gebläse, zwei Ventilatoren, neue Windkanäle und viele andere konzeptionelle und bauliche Maßnahmen wurden vom Orgelbaumeister
J. Kalnins professionell durchgeführt und im Oktober 2010 international und von unserer Stiftung unter einem „Mediensturm“ abgenommen. Eine traditionelle Messingtafel (Bild) erinnert an die drei Orgelprojekte seit 2008. Das andere Bild zeigt einen der durch Belederung erneuerten Bälge. - Das Projekt wurde ausnahmsweise voll durch die Bundesrepublik Deutschland finanziert, wofür wir sehr dankbar sind.
2009
Sarkophag der Herzogin Sophie Amelie Kettler
Restauration Sarkophag Herzog Ferdinand
Am 27. 6. 2009 findet zum dritten Mal eine Feierstunde in der Fürstengruft des Mitauer Schlosses statt: Die Einweihung des in diesem Jahr restaurierten Sarkophags des letzten Kettlerfürsten,
Herzog Ferdinand. Er starb 1737 mit 81 Jahren in Danzig.
Unsere Stiftung hatte erneut die Freude, ihren Kostenanteil durch zwei großherzige Spender, den sagenumwobenen „Freund der Kurländischen Ritterschaft“ sowie Baron Nicolas v. Behr, überreicht
bekommen zu haben.
Abhängig von weitere Spenden könnte die Reparatur von Sarkophagen der Kettlers weitergehen. Die drei schwierigsten und damit finanziell und zeitlich aufwendigsten Arbeiten sind inzwischen
geschafft.
Der Spieltisch der Orgel
Trinitatiskathedrale zu Libau, zweites Projekt
Nach dem Orgelprojekt des vorigen Jahres, wird 2009 ein zweites, zentrales Vorhaben durch unsere Stiftung unterstützt. Das Herzstück der Orgel wird repariert: der Spieltisch und die
spielunterstützende Barkermaschine. Beide Teile sind verständlicherweise durch das Bespielen am stärksten belastet und bedürfen einer intensiven Pflege und Erneuerung.
Wieder wäre dieses Projekt ohne die entscheidende Stützung durch die Bundesrepublik Deutschland und eine kräftige Spende der Stiftung der Baltischen Ritterschaften nicht zustande gekommen. Unser
effizienter Partner, die lettische Stiftung zur Erhaltung der Kathedrale, wird den künstlerischen Teil der Bemalung der sensiblen 131 Registerköpfe übernehmen.
Die Orgel der Trinitatiskathedrale zu Libau
2008
Trinitatiskathedrale zu Libau, erstes Projekt
Begasung des Kirchenraumes (rd. 12.000 cbm) gegen den Holzwurm „Gemeiner Nagekäfer“ (Anobium punctatum), durch die deutsche Spezialfirma für Holzschutz, „BioTec“ aus Wilhelmshaven (nach
Ausschreibung in Lettland) im Rahmen eines umfangreichen Pflege- und Reparaturprogramms der größten mechanischen Orgel der Welt. Unsere Stiftung wurde schwesterlich durch die Stiftung der
Baltischen Ritterschaften und besonders wirkungsvoll durch die Bundesrepublik Deutschland finanziell unterstützt.
Das Foto zeigt die Kathedrale und die aufwendige Objektabdichtung.
Die Trinitatiskathedrale zu Libau
Sarkophag der Herzogin Sophie Amelie Kettler
Einsegnung von Herzogin Sophie Amelie
Ein Höhepunkt für die Kurländerreisegruppe 2008 war die Begleitung der feierlichen Einsegnung der kurländischen Herzogin Sophie Amelie durch S. Em. Erzbischof Vanags in ihrem restaurierten Sarkophag am 29. 6. 2008 in der Fürstengruft der Mitauer Schlosses. Sie war die erste Frau von Herzog Friedrich Casimir und starb im Jahre 1688. Die dreijährige Restaurierung des außerordentlich kunstvollen Sarkophags durch lettische Kunsthandwerker war ein Meisterstück. Wieder konnte unsere Stiftung dank Spenden unseres „Freundes der Kurländischen Ritterschaft“ den externen Anteil der Kosten übernehmen.
2007
Einweihung des Mahnmals auf dem Bergfriedhof in Tuckum durch Erzbischof Janis Vanags.
Erneuerung des Daches der Kirche zu Nurmhusen, Abschluß August 2007.
Fortsetzung der Restauration des Sarkophags der Herzogin Sophie Amelie Kettler.
2006
- Beginn der Restauration des Sarkophags der Herzogin Sophie Amelie Kettler, gest. 1688, dank einer Startspende.
- Wiederrichtung des Mahnmals für 18 ermordete, ältere Kurländer im Jahre 1919 auf dem Bergfriedhof in Tuckum. Foto: Auswahl des Findlings, in welchen eine schwarze Marmorplatte mit den Aufschriften eingefügt wird.
- Entgegennahme der Arbeit von Baron Ernst Dietrich v. Mirbach über „Die Amtsträger der Kurländischen Ritterschaft 1920 bis 2006“ in vier umfangreichen Ordnern; Digitalisierung und Verbreitung durch die Stiftung.
- Publikation des Heftes 13 der Reihe KURLAND.
2005
Abschluß der Reparatur der Kirche zu Sassmacken
Abschluß der Erneuerung des Hauptdaches der Kirche zu Durben
Einsegnung von Herzog Wilhelm in seinem restaurierten Sarkophag in der Fürstengruft zu Mitau
Feierlicher Abschluss der drei abgeschlossenen Projekte, Sassmacken, Durben, Sarkophag Herzog Wilhelm. Als Erinnerung an die Kooperation werden sichtbar Messingschilder angebracht, wie z. B. in der Kirche zu Durben.
2004
- Beginn der Restaurationsarbeiten an der Außenfront der Kirche zu Sassmacken aus dem Jahre 1646 (Foto). Ein Projekt mit 3 Stufen über 2 Jahre.
- Beginn der Arbeiten am Hauptdach der Kirche zu Durben (Foto), wo die Stiftung im Jahr 2003 zur Erneuerung des Turmdachs beitrug.
- Restauration des Sarkophags von Herzog Wilhelm Kettler, gestorben 1640. Eine Kooperation über 2 Jahre mit Dr. I. Lancmanis, Schlossmuseum Ruhenthal, dank einer großherzigen Spende.
- Unterstützung der Erweiterung der gütergeschichtlichen Schriftenreihe des Schlossmuseums Ruhenthal: Güter Schönberg und Jungfernhof.
- Publikation des Heftes 12 der Reihe KURLAND.
- Erstausgabe der Genealogien von 10 kurländisch-ritterschaftlichen Geschlechtern als Sonderband der KURLAND-Reihe.
Arbeiten am Hauptdach der Kirche zu Durben
2003
- Abschluß der Arbeiten am Dach der Kirche von Neuhausen/Valtaiki
- Erneuerung des Turmdaches der Kirche zu Durben/Durbe, gemeinsam mit der Familie v. Bordelius
- Unterstützung der Heraldikausstellung auf Schloß Ruhenthal, Lettland durch archivalische Leihgaben
- Erweiterung der gütergeschichtlichen Schriftenreihe des Schloßmuseums Ruhenthal (Güter Schwitten und Groß-Bersteln)
- Herstellung einer steinernen Gedenktafel an Herzog Jakob Kettler für die Hl. Katharinenkirche zu Goldingen mit Hilfe einer externen Spende
- Publikation des Heftes 11 der Reihe KURLAND
- Ausstattung einer Vitrine auf Schloß Höhnscheid mit überwiegend kurländischen Sammlerstücken aus einer Schenkung von Baron Ernst Dietrich v. Mirbach sowie Aufbereitung eines Wappens von Herzog Wilhelm Kettler, welches der Ritterschaft von Dr. Imants Lancmanis, Ruhenthal, zur Verschönerung von Höhnscheid geschenkt wurde.
2002
Kirche von Neuhausen
- Sanierung des Kirchendaches von Alt-Born
- Renovierung der Sakristei und Erneuerung des Daches der Kirche von Neuhausen/Valtaiki mit finanzieller Unterstützung durch die 'Gemeinnützige Hertie-Stiftung', die Bundesrepublik Deutschland und die Barone v. Manteuffel-Szoege
- Erweiterung der gütergeschichtlichen Schriftenreihe des Schloßmuseums Ruhenthal
- Finanzielle Unterstützung der psychoneurologischen Klinik 'Tabor' in Mitau
- Stipendium für eine wissenschaftliche Arbeit zur Geschichte Kurlands
- Genealogische Forschungsarbeit über kurländische Familien
- Auswertung neuer polnischer Quellen zur Geschichte kurländischer Familien
- Publikation des 10. Heftes der Reihe 'Kurland'
2001
Die Landkirche Ilmajen erhielt einen neuen Fussboden für DM 10.000. Die Kosten teilten sich hälftig einerseits die Familien Graubner und v. Bordelius und andererseits die Stiftung.
- Publikation 'Garrosen und Lambertshof' des Schloßmuseums Ruhenthal
- Fußbodenerneuerung der Kirche Ilmajen in Kurland
- Fertigstellung der Erneuerung von Fenstern und Türen der Kirche von Stenden in Kurland
- Zuschuß zu einem Fonds zur Unterstützung alter Pastoren aus Kurland
- Herausgabe der Memoiren von Graf Paul v. der Pahlen
- Finanzierung von genealogischer Forschungsarbeit über kurländische Familien unter Berücksichtigung neuer polnischer Quellen
- Publikation des 9. Heftes der Reihe 'Kurland'

