Seckendorffsche Schlösser in Franken 2011

Am 5. Juni besuchte die Bezirksgruppe Bayern sowohl das sog. „Blaue Schloss“ des Geschlechts der v. Seckendorff-Abadar in Oberzenn nahe Ansbach als auch das Schlösschen Bechhofen, heute Eigentum von Baron Peter v. Klopmann.

 

Als Auftakt referierte Baronin M.A. Claudia v. Kruedener im Hof des Blauen Schlosses zum Thema: Die Familie v. Seckendorff-Abadar und ihre Bedeutung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa.

 

Die vielfältigen familiären und politischen Beziehungen der Seckendorffs mit den Hohenzollern und dem Haus Brandenburg-Ansbach waren Schwerpunkt dieses historischen Beitrags.

 

Dann ließ der Hausherr Rainer Graf Seckendorff-Abadar es sich nicht nehmen, uns persönlich durch Familiengeschichte und Schloss zu führen und hatte die Gabe, uns mit launigen Formulierungen thematisch zu fesseln...

 

Das spätbarocke Schloss, in der jetzigen Form gebaut von Sigismund v. Seckendorff, Kammerjunker des Markgrafen Carl Wilhelm v. Brandenburg-Ansbach, kam angesichts eines hochsommerlichen Gewitters besonders zur Wirkung und war spannender Hintergrund des profunden Vortrags.

 

Das Schloss ist mitsamt seinem Inhalt kürzlich vom engagierten Hausherrn in die Messerschmidt-Kulturstiftung eingebracht worden, um es in der Ganzheit zu erhalten.

 

Seiner persönlichen Einladung folgend waren wir anschließend in Schloss Bechhofen von Peter Baron Klopmann, der uns nicht nur herumführte, sondern auch mit doppelt gedecktem russischem Kaffee– und Teeservice mit sonntäglichem Kuchen bewirtete.

 

Bechhofen war ursprünglich auch ein Seckendorffsches Anwesen, welches 1619 aufgrund eines dramatisch verlaufenen Duells an das Haus Brandenburg-Ansbach fiel.

 

Die mit 16 Teilnehmern übersichtliche Beteiligung bildete einen persönlichen Rahmen dieser Unternehmung, die mit drei Vorträgen und zwei lockeren Hausherren uns einen kulurell anregenden Sonntag bot.

 

Peter Baron Korff