Aus den Projekten der Stiftung

2017

Erneuerung des Daches der Kirche zu Popen/Pope, Kurland II. Abschnitt

Die ev.-luth. zu Popen liegt nahe der Ostsee im Bezirk Windau/Ventspils.

 

Die ursprüngliche Kirche wurde aus Fachwerk gebaut und wurde durch eine steinerne Kirche ersetzt, deren Grundstein am 8.Juni 1770 gelegt wurde. Es war in der Zeit, als Charlotte Luise von Behr im Namen ihres Sohnes das Gut in Popen verwaltete.

 

Einen grundlegenden Umbau im Innern erlebte die Kirche im Jahre 1879. Die Einrichtung im Rokoko-Stil wurde entfernt und ein neugotischer Altar und eine Kanzel traten an ihre Stelle. Das Äußere der Kirche entspricht bis auf den heutigen Tag seiner ursprünglichen Gestalt. Dr. Imants Lancmanis hat auf unser Bitten wieder eine kunsthistorische Begutachtung verfasst.

 

Die letzten deutschen Patronatsfamilien in Popen waren die Familie von Behr, welche seit 1581 bis ins Jahr 1920 die Besitzer in Popen waren.

 

Das Kirchendach war seit längerer Zeit undicht und hätte seit Jahren dringend erneuert werden müssen.

 

Die kleine aber sehr engagierte Kirchengemeinde bat uns daher mehrfach um Hilfe für die große Kirche. Unserem Antrag an die Beauftragte für Kultur und Medien(BKM) zur Förderung der Dacherneuerung wurde in zwei unabhängigen Maßnahmen in 2016 und 2017 glücklicherweise stattgegeben.

 

Über den ersten Bauabschnitt haben wir im letzten Jahr berichtet.

 

Das Dach ist nun wieder für Jahrzehnte dicht und schützt den Bau vor weiterem Zerfall. Innen sind noch Schäden, insbesondere Wasserflecken, zu sehen. Für deren Beseitigung fehlt derzeit das Geld, aber die Ursache für deren Entstehen ist nun beseitigt.

 

Die Gemeinde Popen ist zutiefst dankbar für die deutsche Hilfe zur Rettung ihrer alten Kirche.

 

Die finanzielle Unterstützung von deutscher Seite betrug insgesamt 41.777 €, wovon auf Antrag der VKS der Bund über das Bundesverwaltungsamt dankenswerterweise den Hauptteil von 38.777 € beisteuerte. Die Vereinigten Kurländischen Stiftungen übernahmen 3.000 €.

 

Sehr positiv war wieder die Zusammenarbeit mit der Immobilienabteilung „Pastorats“ der ev.-luth. Kirche Lettlands. Sie übernahmen die Personal- und Managementkosten (Bauleitung vor Ort).